Abschied

Abschied vom Hund

Hund einschläfern – richtig oder falsch?

Mann mit altem HundAbschied von unseren geliebten Hund zu nehmen, ist eines der schwierigsten Dinge, die wir tun müssen.

Du kannst dich jedoch auf den Abschied vorbereiten.

Ich habe eine Liste von Dingen zusammengestellt, über die du nachdenken und nach denen du suchen solltest, wenn du dich bald von deinem Hund verabschieden musst.
Wenn du rechtzeitig darüber Nachdenkst, welche Vorbereitungen für den Abschied notwendig sind, kannst du die bestmögliche Entscheidungen in einer schwierigen Zeit für dich und deinen Hund treffen.

Ich hoffe, ich kann dich mit meiner Seite ein bisschen in deiner schweren Zeit unterstützen

Einschläfern oder natürlicher Tod?

Hund einschläfernDenkst du darüber nach, ob dein Hund einen natürlichen Tod haben soll oder ob es besser für Ihn wäre wenn du ihn einschläfern lässt.

Es ist schwierig, die Entscheidung zum Einschläfern zu treffen.
Oft wissen wir nicht, wann die Zeit gekommen ist.

Euthanasie oder nicht, ist eine der schwierigsten Entscheidungen, die man für seinen geliebten Hund treffen muss.
Es ist die Pflicht eines jeden Hundehalters, seinen Hund von einem „LEBENS UNWERTEN LEBEN“ zu erlösen.
Es ist es aber immer sehr schwer und traumatisch für die Person, die die Entscheidung treffen muss.

Es ist der ultimative Liebesdienst, den wir für unser geliebten Hund leisten müssen, wenn dein Hund leidet und es besser für Ihn ist.

Je mehr du dich mit dem Tod deines Hundes auseinandersetzt desto sicherer kannst du eine Entscheidung treffen.

Die meisten Menschen befürchten später, dass sie sich zu früh für die Euthanasie entschieden haben – oder zu spät. 
Oft folgt auf das Einschläfern eine Euthanasie-Reue.
Man hinterfragt sein Entscheidung und hat Schuldgefühle und frägt sich ob man die richtige Entscheidung getroffen hat.

Wie ist die Lebensqualität deines Hundes

alte DoggeViele Hundebesitzer fragen sich, wie ist die Lebensqualität meines Hundes.
Diese Frage ist wichtig damit du wichtige Entscheidungen für dich und deinen Hund treffen kannst.

Trage in einen Kalender ein, wie es deinem Hund geht.

Tage, die gut oder schlecht sind, markiere entsprechend in einem Kalender.
Du kannst einfach das Wort gut oder schlecht in einen Kalender schreiben, oder du kannst Aufkleber verwenden.
Dadurch siehst du schwarz und weiß, wie die Lebensqualität deines Hundes ist.

Annäherung an das Ende

Plane für die letzte Woche oder die letzten Tage des Lebens deines Hundes voraus und mache eine Liste von Dingen, die du tun möchtest.

  • Möchtest du Bilder von deinem Hund oder von euch beiden zusammen machen?
  • Willst du einen Pfotenabdruck?
  • Vielleicht möchtest du ein Sammelalbum deiner Abenteuer zusammenstellen?
  • Vielleicht möchtest du, dass sich bestimmte Menschen oder andere Tiere sich von deinem Hund verabschieden können?

Gib dein Bestes, um eine umfassende Liste zusammenzustellen.

Palliativmedizin

Palliativmedizin oder auch Palliativ Care bezeichnet die Pflege und komplette medikamentöse Versorgung Schwerstkranker und Sterbender.
Die englische Ärztin Cicely Saunders war die Begründerin der Palliativmedizin und prägte mit dem Satz: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“ das Ziel des Palliativ Care.
Weiter kam von ihr: „Du bist wichtig, weil du du bist, und wir werden alles für dich tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern leben kannst bis zuletzt.“
Das sollten wir nicht nur auf die Menschen beziehen, sondern wir sollten unseren Hundegefährten genau denselben Respekt bis zum Ende entgegenbringen wie unseren eigenen Artgenossen.
Würdige Sterbebegleitung ist also auch beim besten Freund des Menschen machbar.

Erkundige dich rechtzeitig über den Ablauf der Euthanasie

Sprich mit deinem Tierarzt, um dich über den Ablauf schon rechtzeitig zu informieren.
Wenn du dich für einschläfern entscheidest, bieten viele Tierärzte häusliche Euthanasie an.
Dies ermöglicht deinem Hund, an einem Ort zu sein, den er liebt, und kann dazu beitragen, zusätzlichen Stress durch die Fahrt zum Tierarzt zu vermeiden.
Wenn dein Tierarzt keine häusliche Euthanasie anbietet, geh zu einem anderen Tierarzt.

Warte nicht bis zur letzten Minute, um diese Vorbereitungen zu treffen – auch wenn Du eigentlich keine Euthanasie beabsichtigst.

Du solltest für den Notfall vorbereitet sein.
Außerdem tut es auch dir gut, wenn du dich schon im Vorfeld mit dieser schwierigen Situation auseinandersetzt.

Entscheiden wann die Zeit gekommen ist

Die Entscheidung, wann dein Hund eingeschläfert werden soll ist so individuell und persönlich wie du und dein Hund.
Das ist eine Entscheidung, die nur du treffen kannst, und es braucht großen persönlichen Mut und Opfer.
Viele Menschen fürchten, dass sie nicht erkennen können, wann die Zeit reif ist.

Sprich mit dem Tierarzt und frag nach seiner Meinung.

Es ist gut, Familienmitglieder oder Freunde, die eine enge Bindung mit Ihrem Haustier haben, in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.
Dies ist eine Zeit, in der Sie die Unterstützung derer brauchen, die dich und deinen Hund mögen und verstehen.

Niemand kennt deinen Hund besser als du.
Du hast viel Zeit mit ihm verbracht.
Du kannst mit ihm kommunizieren und seine Körpersprache lesen.

Beobachte ob dein Hund möglicherweise mit dir zu kommunizieren versucht und dir seine Entscheidung mitteilen will.
Vertraue, was dein Herz dir sagt.

Die Euthanesie

Der Prozess der Euthanasie sollte in zwei Schritten durchgeführt werden.

Der Tieratzt wird ein Beruhigungsmittel verabreichen, das deinen Hund in einen ruhigen, angenehmen Zustand versetzt.
Erst danach erhält dein Hund das tödliche Medikament.

Du solltest in den letzten Sekunden deines Hundes bei Ihm sein.
Gib ihm diesen letzten Liebesbeweis.
Umarme deinen Hund und halte ihn in deinen Armen.

Der Trauerprozess

Der Trauerprozess beginnt schon lange vor dem Tod des Hundes.
Der Trauerprozess kann schon beginnen, wenn du merkst, dass dein Hund zunehmend älter wird oder aber wenn du vom Tierarzt erfährst, dass dein Hund nicht mehr lange zu leben hat.

Die Trauer, die man empfindet, wenn man seinen Hund verliert, überrascht manche.
Es kann sogar schlimmer sein wenn der Hund stirbt, als wenn einen Freund oder ein Familienmitglied stirbt.
Das ist so, weil unsere Hunde uns bedingungslose Liebe geben.
Sie lieben uns, egal was wir tun – Ohne Bedingungen.

Nimm dir Zeit für deine Trauer

Wenn es möglich ist, nimm dir ein paar Tage frei um zu trauern.
Es ist ganz normal, das du deinen Hund so sehr vermisst.
Jeder trauert anders.
Lass deine Trauer zu und unterdrücke Sie nicht.

Die Bestattung

Du solltest dir auch über die Bestattung deines Hundes Gedanken machen.
Wenn dein Hund eingeschläfert werden musste, kannst du ihn beim Tierarzt lassen.
Viele Hundebesitzer möchten Ihren Hund jedoch begraben oder einäschern lassen.
Hierfür gibt es spezielle Tierfriedhöfe und Tierkrematorien.

Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du deinen Hund auch in deinem Garten begraben, Du solltest dann aber die jeweiligen Verordnungen deiner Gemeinde beachten.

Möchtest du deinen Hund in seiner Lieblingsdecke vergraben oder in einem Sarg?  Diese Fragen solltest du nach Möglichkeit schon im Vorfeld beantworten.

Nach dem Tod deines Hundes, wirst du trauern wollen und bist froh wenn die Fragen bereits beantwortet sind.

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